Anlässlich des 80. Deutschen Betriebswirtschafter-Tages der Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft e.V. am 6. Oktober 2026 in Düsseldorf zum Thema „Accounting, Auditing, Governance im Zeitalter von KI“ jeweils 5 Fragen zur Rolle von KI in Wirtschaft und Gesellschaft:
KI als Basistechnologie, Treiber gravierender Unternehmenstransformationen und Schlüssel für mehr Wettbewerbsfähigkeit, Selbstdisziplin bei der Auswahl von Einsatzmöglichkeiten sowie Anwendungsbeispiele in informatorischen Prozessen, Robotik, F&E, Arbeitsschutz und Knowledge Management, das Erfordernis klarer Vorstellungen von Wertschaffung und die geschäftsmodellabhängige Messung von Mehrwert durch KI, die Beaufsichtigung von KI durch KI, Regulierungsnotwendigkeit und -ausgestaltung zwischen Schutzzielen und Innovationsförderung, Neugier und Verunsicherung bei den Mitarbeitenden und deren z.T. fehlendes „Gespür“ für Zahlen, umstrittener Bau von Rechenzentren, menschen- und werteorientierte Gestaltung von Technologie, digitale Ethik, Möglichkeiten der Systemkontrolle und die Frage nach „Human in the Loop“.
Ich glaube, KI ist eine Basistechnologie, die uns viele Jahre beschäftigen wird – so wie die Einführung des PCs oder des Internets. Das sind typische technologische Hypes, bei denen sich der Nutzen und die tiefe Durchdringung unternehmerischer Prozesse erst über die Jahre wirklich zeigen.
Wichtig ist, dass wir handlungsfähig bleiben, dass wir agieren können, dass wir uns nicht verlangsamen lassen durch Regulatorik. Trotzdem müssen wir einen Blick darauf behalten, was wir unbedingt erreichen wollen versus was wir aus europäisch-demokratischer Sicht unbedingt vermeiden müssen.
Der größte Unsicherheitsfaktor ist der Mensch und niemand tut etwas dagegen.
In dem Moment, wo Entscheidungsräume klar definiert sind, ist es für eine KI möglich, verlässliche Antworten auszurechnen. Aber in dem Moment, in dem Entscheidungsräume fuzzy sind, braucht man menschliches Urteilsvermögen.